Der neue Windows Server 2016, veröffentlicht von Microsoft im Oktober 2016, bietet eine Reihe nützlicher, wenn auch teilweise bescheidene Verbesserungen in Einsetzbarkeit und Konfiguration. Unser Infrastruktur-Team hat den neuen Server in den vergangenen Wochen getestet und die Highlights des Windows Server 2016 herausgefunden: 

  • Nano Server

    Der Nano Server verfügt nun über ein aktualisiertes Modul für den Aufbau von Nano Server Images, inklusive der verbesserten Trennung von physischen Host und Guest VM-Funktionalitäten sowie die Unterstützung verschiedener Windows Server Editionen. 
    Verbessert wurde auch die Wiederherstellungskonsole, wobei hier die Trennung von ein- und ausgehenden Firewall-Regeln möglich ist und konfigurierte WinRM nun repariert werden können.

    Weiteres ist neu, dass nun PowerShell.exe lokal auf dem Nano Server verwendbar ist (nicht nur mehr remote), neue lokale Benutzer und Gruppen-cmdlets die GUI ersetzen, PwerShell Debug-Support und zusätzlichen Nano Server-Support für Sicherheitslogging und Transkription sowie JEA.

  • Identity And Access
    Active Directory Certificate Services (AD CS) verbessert die Unterstützung von TPM Key Attestation. Sie können nun Smart Card KSP zur Schlüsselbescheinung. Geräte die nicht in der Domäne registriert sind, können nun die NDES-Einschreibung nutzen, um die notwendigen Zertifikate zu bestätigen.

  • Security und Assurance
    Der Remote Credential Guard beinhaltet nun die Unterstützung von RDP-Sitzungen, so dass die Benutzerdaten auf Client-Seite verbleiben und nicht dem Server übertragen werden. Dies erlaubt auch Single Sign On für Remote Desktop.

  • Storage
    Storage Spaces Direct ermöglicht hochverfügbare und skalierbare Storage auf Servern mit lokalen Storage. Es vereinfacht die Bereitstellung und Verwaltung von Softwaredefinierten und unverschlüsselten Verwendugn von neuen disk devices, wie SATA SSD und NVMe disk devices, die vormals nicht einsetzbar mit Clustered Storage Space mit Shared Disks.

    Storage Replica ermöglicht die unabhängige, auf Blockebene, synchrone Replikation zwishcen Server und Cluster für Disaster Recovery sowie die Ausweitung eines Failover-Clusters zwischen den Standorten. Die synchrone Replikation erlaubt die Spiegelung von Daten in physischen Standorten mit Crash-consistent Volume, um Datenverlust auf Dateiebene zu verhindern. Die asynchrone Replikation erlaubt Site Extension über Metropplitan Ranges mit der Möglichkeit des Datenverlustes.

  • Failover Clustering
    Cluster Operating System Rolling Upgrade erlaubt es einem Administrator, Clusters in laufenden Betrieb von Windows Server 2012 R2 auf Windows Server 2016 upzugraden ohne Hyper-V oder Scale-Out File Server zu stoppen. Diese Funktionalität vermeidet Strafen aus dem Service Level Agreements (SLA) hinsichtlich Ausfallszeiten.

    Cloud Witness ist eine neue Art von Failvoer Cluster Quorum Witness auf Windows Server 2016, die Microsoft Azure als Schiedsstelle nutzt. Cloud Witness, ähnlich wie andere Quorum Witness, erhält eine Stimme und kann an den Quorum Berechnungen teilnehmen. Sie können Cloud Witness als Quorum Witness konfigurieren, indem Sie den Configure a Cluster Quroum Wizard nutzen.

Weitere neue Functions & Features des Windows Server 2016 finden Sie hier oder im nachstehenden Video: