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ERP-Projektmanagement: 3 Fragen an NOYEN!

Im Rahmen unserer Reihe 3 Fragen zum ERP-Projektmanagement teilen Kunden und Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen aus der Cegeka Gruppe ihre Erfahrungen aus dem ERP-Projektmanagement. Für Johan Noyen, stellvertretender Geschäftsführer von NOYEN, ist eine klare Kommunikation allen Seiten gegenüber der Schlüsselfaktor für ein erfolgreiches ERP-Projekt. 

Cegeka: Ein ERP-Auswahlprozess soll gestartet werden und Sie werden um Rat gebeten. Was empfehlen Sie?
Johan Noyen: "Zunächst müssen Sie gründlich überlegen, was Sie mit dem ERP-System erreichen wollen. Idealerweise haben Sie ein perfektes Bild Ihrer aktuellen Arbeitsabläufe und dokumentieren diese richtig. Sie geben dann diese Dokumentation an die ERP-Partner weiter, mit denen Sie sprechen. Sie werden sehr bald erkennen, wer von den ERP-Anbietern wirklich versteht, wovon Sie reden. Dabei sollten Sie auch sofort klären, ob Sie und der potenzielle Partner auch unter bestimmten Bedingungen immer noch das Gleiche verstehen: Wenn Sie von Dispositionsplanung sprechen, bedeutet das für den Partner auch das Gleiche wie für Sie? Wenn Sie als Antwort bekommen: ‚Oh, das haben wir schon einmal gemacht! Das ist kein Problem“, prüfen Sie so schnell wie möglich, ob Sie tatsächlich über dieselbe Dispositionsplanung reden. Sie laufen sonst Gefahr, etwas zu bekommen, dass Sie niemals wollten. In einem ERP-Projekt dreht sich alles um klare Kommunikation.“

Cegeka: Wie kann man sicherstellen, dass es intern eine gute Basis für ein ERP-Projekt gibt?
Johan Noyen: „Es ist eigentlich eine Kleinigkeit, aber Menschen zeigen weniger Widerstand, wenn Sie sich einbringen können. Die Unternehmensführung sollte sich unter die Leute mischen, mit ihnen über das Projekt reden, ihnen zuhören und das so früh wie möglich. Wir sagen immer: Eine Knoblauchwurst ist man Scheibe für Scheibe, nicht auf einmal. Und das haben wir im Projekt berücksichtigt: Wir haben Feedback-Sitzungen mit jeder Abteilung organisiert. Das erfordert viel Energie und Zeit, erleichtert aber die spätere ERP-Einführung. Natürlich kann man nicht jeden Wunsch berücksichtigen – das hängt immer von den Kosten ab – aber nur, dass man die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ernsthaft nach ihrer Meinung fragt, macht schon den Unterschied.“

Cegeka: Was wird Ihrer Meinung in einem ERP-Projekt am meisten unterschätzt?
Johan Noyen: "Der Preis (lacht). Was ich eigentlich meine: ERP ist nicht billig und Sie werden daher Entscheidungen treffen müssen. Alles auf einmal umzusetzen, ist für mich keine Option. Ich bin absolut für einen stufenweisen Ansatz und weniger für den sogenannten ‚Big Bang‘. Wie gesagt, Sie müssen wissen, was Sie erreichen wollen und in Abhängigkeit davon müssen Sie entscheiden, was Sie umsetzen wollen, was nicht, was später realisiert wird und in welcher Reihenfolge. Mit einem phasenweisen Ansatz haben Sie auch schnellere Ergebnisse, da das System in Teilprojekten ausgeliefert wird und Sie ROI schneller demonstrieren können."

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