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ERP-Projektmanagement: 3 Fragen an HAIN CELESTIAL

Im Rahmen unserer Reihe 3 Fragen zum ERP-Projektmanagement teilen Kunden und Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen aus der Cegeka Gruppe ihre Erfahrungen aus dem ERP-Projektmanagement. Nele Vandewalle, IT Program Manager bei HAIN CELESTIAL, berichtet dieses Mal davon, wie wichtig Prozessdefinition und der Faktor Zeit sind. 

Cegeka: Ein ERP-Auswahlprozess soll gestartet werden und Sie werden um Rat gebeten. Was empfehlen Sie?
Nele Vandewalle: "Ich würde als Erstes fragen, wie Sie selbst organisiert sind. Bei Unternehmen mit mehreren Standorten ist die Antwort auf diese Frage sehr wichtig. Arbeiten alle Standorte bereits auf dieselbe Weise oder haben alle ihre eigenen Prozesse? Gibt es klare Richtlinien, nach denen Prozesse über alle Standorte hinweg einheitlich ablaufen? Der Fehler, den ich manchmal sehe, ist, dass die Leute denken: ‚Wenn wir überall dasselbe ERP-System einführen, werden wir automatisch alle gleich arbeiten.‘ Das ist überhaupt nicht der Fall! Kein ERP-System kann eine bestimmte Art des "Organisierens" erzwingen. Was ein ERP-System kann, ist als Werkzeug einheitliche Prozesse zu erleichtern und zu unterstützen. Man sollte vor Beginn festlegen, was man erreichen möchte, wie dies erreicht werden soll, welche Prozesse zentral und welche dezentralisiert werden müssen. Das sind die Kernpunkte, die eine Organisation kennen und steuern müssen, insbesondere in komplexen Organisationen."

Cegeka:  Wie kann man sicherstellen, dass es intern eine gute Basis für ein ERP-Projekt gibt?
Nele Vandewalle: "In erster Linie durch die Keyuser. Der ideale Keyuser ist zum einen jemand, der genau weiß, wie ein Prozess abläuft, und zum anderen dank einer Helikopterperspektive genügend Abstand hat, um Prozessverbesserungen zu erkennen und umzusetzen.“

Cegeka:  Was wird Ihrer Meinung in einem ERP-Projekt am meisten unterschätzt?
Nele Vandewalle: „Ein Punkt, der häufig unterschätzt wird, ist die Zeit, die das Management, die internen Projektmanager und die Keyuser für das ERP-Projekt aufwenden müssen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Arbeit für das ERP-Projekt zusätzlich zum operativen Tagesgeschäft geschieht. Normalerweise arbeiten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am neuen System, die schon sehr stark ausgelastet sind und ihnen muss man daher ausreichend Zeit für das Projekt einräumen.“