Prozesse neu denken mit KI im Mittelpunkt
Heutzutage hören wir oft von gescheiterten KI-Projekten und Warnungen, dass die KI-Blase bald platzen wird. Wir glauben jedoch das Gegenteil: Mit dem richtigen Ansatz kann KI einen erheblichen Mehrwert bieten, uns dabei helfen, effizienter zu arbeiten und uns auf das zu konzentrieren, was uns wirklich Spaß macht.
Jeder Prozess wird von einer Person entworfen, in der Regel, um die eigene Arbeit so effizient wie möglich zu gestalten – zumindest ist das die Idee dahinter. Wenn wir jedoch an KI denken, neigen wir immer noch dazu, sie als Ergänzung zu bestehenden Prozessen zu betrachten. Wir hoffen, dass wir durch die Einbindung von KI in jeden einzelnen Schritt produktiver werden. Aber was wäre, wenn wir noch einen Schritt weiter gingen? Was wäre, wenn wir unsere Prozesse komplett neu gestalten würden, KI in den Mittelpunkt stellen und ihr ermöglichen würden, Effizienz und Produktivität von Grund auf zu steigern?
KI-gesteuert bedeutet nicht ausschließlich KI
Natürlich ist dies keine exakte Wissenschaft.
Es erfordert Versuch und Irrtum, und es wird nicht vom ersten Tag an perfekt sein. Wir müssen eine kritische Perspektive beibehalten und uns daran erinnern, dass KI nicht vollständig zuverlässig ist. Deshalb bleiben menschliche Überwachung und Überprüfung wesentliche Bestandteile jedes KI-gesteuerten Arbeitsablaufs.
Ein praktisches Beispiel: Bearbeitung von Bestellungen
Lassen Sie uns das konkretisieren. In vielen Unternehmen ist die Bearbeitung von Bestellungen eine sich wiederholende Verwaltungsaufgabe. Ein Mitarbeiter erhält eine PDF-Datei per E-Mail, öffnet sie, liest sie und (wenn alles in Ordnung ist) verarbeitet sie im Buchhaltungssystem (z. B. einer Buchhaltungssoftware). Stellen Sie sich nun diesen Prozess mit KI im Mittelpunkt vor:
Ein KI-Agent nimmt die eingehende Bestellung entgegen, überprüft bekannte Lieferanten, validiert Produkte und Mengen und verarbeitet sie automatisch im Buchhaltungssystem. Wenn der Agent eine Anomalie feststellt, z. B. eine ungewöhnliche Bestellmenge oder einen unbekannten Lieferanten, kann er den Mitarbeiter benachrichtigen, damit dieser die Bestellung überprüft, anstatt den gesamten Ablauf zu stoppen.
Zoom out: das Gesamtbild der Al Agents
Das ist nur ein kleiner Teil eines viel größeren Beschaffungsprozesses.
Im größeren Zusammenhang könnte ein KI-Agent auch Lagerbestände überwachen, neue Bestellungen vorschlagen, Lieferanten bewerten und sogar Bestellgenehmigungen verwalten. Das Potenzial ist enorm, aber wir müssen nicht alles auf einmal machen.

Klein anfangen, groß denken
Nach dem Prinzip „klein anfangen, groß denken“ können wir große Prozesse in modulare Bausteine unterteilen. Jeder kleine Automatisierungsschritt liefert einen unmittelbaren Mehrwert und bildet gleichzeitig die Grundlage für eine umfassendere, KI-gestützte Prozesslandschaft. Wir setzen KI auch nicht nur um ihrer selbst willen ein. Wo traditionelle Automatisierung besser funktioniert, werden wir diese nutzen. Unser Fokus liegt auf KI-gestützten Lösungen, die von Menschen geleitet werden.

Agentic Al: die Zukunft?
Bei der agentenbasierten KI geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern sie zu befähigen. Indem wir KI die wiederholbaren und vorhersehbaren Aufgaben überlassen, können wir uns auf das konzentrieren, was Menschen am besten können: Kreativität, Urteilsvermögen und den Aufbau von Beziehungen.